Vorderarmschaftfrakturen

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Klassifikation

Einteilung nach der AO

22 (Radius/UIna, Diaphyse) A1-3 einfache Fraktur, B1-3 Keilfraktur, C1-3 komplexere Fraktur

Sonderformen: Monteggia-Läsion, Galeazzi-Läsion, Essex-Lopresti-Läsion, Parierfraktur

Diagnostik

Röntgen Unterarm in 2 Ebenen mit angrenzenden Gelenken

CT ggf. bei begleitenden Gelenksverletzungen

Therapie                                          

operative Reposition und Stabilisierung Therapie der Wahl

(ggf. konservativ bei undislozierten, isolierten Frakturen eines Knochens bei Risikopatienten: 6 Wochen Oberarmgips, non-union bis zu 20%)

Besonderheiten Aufklärung

Pseudarthrose

Cave Kompartmentsyndrom des Unterarms!!!!!

OSME

Operationsanmeldung       

RL, Armbänkchen, Antibiotikaprophylaxe, BV, Operationsdauer 75`(1 Knochen)-150`(2 Knochen)

Radiusschaft: LCP 3.5mm, ggf. LCP dia-metaphysäre distale Radiusplatte 2.4/3.5mm

Ulnaschaft: LCP 2.7mm (Compact foot)

Osteosynthese

Plattenosteosynthese: Interfragmentäre Kompression durch

  1. Zugschraube (Schrägfraktur) und Plattenosteosynthese und Fixation mit 3 Kortikalisschrauben pro Hauptfragment (Zugschraube vorzugsweise durch die Platte). Bei Osteoporose ggf. winkelstabil.
  2. Kompressionsplattenosteosynthese

Fixateur externe: bei polytraumatisierten Patienten oder ausgeprägtem Weichteilschaden

Stabilitätsprüfung und Dokumentation DRUG in Neutral-, Pronations-, Supinationsstellung

Postoperative Betreuung auf Abteilung

Thromboembolieprophylaxe solange Patient hospitalisiert

postop Rx Kontrolle

Verbandwechsel nach 48 Stunden

Physiotherapie

Sofortige aktiv-assistierte Mobilisation von Handgelenk, Ellbogen und Schulter

während 6-8 Wochen keine Belastung

Nachkontrolle

Wundkontrolle mit Fadenzug nach 12-14 Tagen (HA)

Sprechstundennachkontrollen

mit Rx-Kontrolle ap + Seitlich nach 6 +12 Wochen + nach 1 Jahr

OSME nicht obligatorisch, je nach Beschwerden, frühestens nach 18 Monaten

 

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Ärztliche Berichte (Austritts- und Sprechstundenberichte) sollten NICHT standardmässig in Kopie an den Versicherungsträger (z.B. SUVA) verschickt werden. Gemäss Versicherungen und dem LUKS Berichtsmanagement trägt dies lediglich zu einem unnötigen finanziellen und personellen Mehraufwand sowohl bei den Versicherern als auch im LUKS bei, da es zu Überschneidungen von Anfragen, Antworten auf Anfragen und standardmässigen Berichtskopien kommt. Konkrete Bitten an den Versicherer, wie zum Beispiel eine Vertrauensärztliche Untersuchung des Patienten oder Kostengutsprache, können so in der Fülle der Berichte untergehen und werden dann spät oder gar nicht erwidert. Direkte Versicherungsanfragen werden natürlich weiterhin bearbeitet wie immer.

Orthopädie & Unfallchirurgie Kategorie A1