LADON Radius

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Lets Agree to Disagree on Operative versus Nonoperative (LADON) treatment for distal radius fractures in the elderly. A prospective international multicenter cohort study.

Hintergrund/Ziele der Studie

Die Operationsindikation bei distalen Radiusfrakturen bei älteren Patienten wird je nach Region unterschiedlich gestellt. Während wir in Luzern eher grosszügig eine Plattenosteosynthese durchführen, wird in den Niederlanden deutlich mehr konservativ behandelt. Auch in der Literatur sind die Empfehlungen unklar.

In dieser Studie werden Patienten in der Schweiz und in den Niederlanden eingeschlossen. Somit können die Resultate der beiden Therapie-Optionen (operativ vs konservativ) verglichen werden.

Die Studie wird als internationale, multizentrische Studie gemeinsam mit mehreren Kliniken in den Niederlanden durchgeführt.

Ablauf

Patienten ≥65-jährig mit einer distalen Radiusfraktur werden gebeten bei der Studie mitzumachen. Nach erhalt der schriftlichen Einwilligung zur Studienteilnahmen werden diverse Werte aus den Patientenakten entnommen und es wird den Patienten bereits zur Erfassung der Ausgangswerte der erste Fragebogen ausgehändigt. Die Studie hat keinen Einfluss auf die Indikation zur operativen respektive konservativen Therapie, diese Entscheidung bleibt beim behandelnden Arzt. Im Rahmen der regulären Nachkontrollen in der traumatologischen Sprechstunde (6 Wochen, 12, Wochen, 1 Jahr) wird jeweils ein weiterer Fragebogen ausgefüllt. Die letzte Kontrolle (nach 2 Jahren) kann auch telefonisch erfolgen.

Konkret für Notfallarzt oder Arzt in Sprechstunde:

Bitte die qualifizierenden Patienten über die Studie informieren und wenn möglich die entsprechende Einwilligung unterschreiben lassen. Wenn unterschrieben, bitte Fragebogen 1 ausfüllen lassen und den Bogen + Einwilligung dann z.H. N. van Veelen per interner Post schicken.

Einschlusskriterien

  • ≥ 65-jährig
  • Akute distale Radiusfraktur (< 14 Tag nach Trauma)
  • Versorgung bei uns

Ausschlusskriterien

  • Operative Versorgung in anderem Spital
  • Verzögerte Vorstellung (> 14 Tage nach Trauma)
  • Patient lehnt die empfohle Behandlung ab
  • Nachkontrollen nicht möglich da nicht hier wohnhaft
  • Begleitverletzung am selben oder kontralateralen Arm
  • Kognitiv nicht fähig den Fragebogen auszufüllen
  • Ungenügende Sprachkenntnisse
  • Vorerkrankungen, welche eine operative Therapie grundsätzlich verunmöglichen würden
  • Pathologische Frakturen
  • Offene Frakturen
  • Neurovaskuläre Verletzung, welche operativ behandelt werden muss

Studienverantwortliche

  • Van Veelen, Beeres
  • Screening/Einschluss: H. Plazer, AA Notfall, AA Ortho+Unfall

Studiendokumente

Veröffentlicht in Alles

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Patienten mit Malleolarfraktur: · werden bei offensichtlicher Luxation schnellstmöglich und noch vor der Röntgendiagnostik reponiert sowie ruhig gestellt · werden in der temporären Ruhigstellung geröntgt um eine Reluxation auszuschliessen · mit einfachem Frakturmuster werden in einem UL-Gips/Schiene ruhig gestellt · mit instabilem Frakturmuster werden zunächst im Fixateur externe immobilisiert · werden zum Abschwellen hoch gelagert, ggf. Anlage einer Lymphbandage durch die Physiotherapie

Orthopädie & Unfallchirurgie Kategorie A1