Präoperative anästhesiologische Abklärungen bei stationären Eintritten

Bei Patienten, welche in der Sprechstunde gesehen werden und ein operatives Vorgehen geplant ist mit stationärem Eintritt (Bsp. Knie-Prothese), gibt es bezüglich der präoperativen anästhesiologischen Beurteilung zwei Möglichkeiten:

  1. ist vor dem stationären Eintritt ist aufgrund der Komorbiditäten eine anästhesiologische Abklärung gewünscht betreffend einer Beurteilung der Operabilität, allfälliger Zusatzabklärungen etc. muss im Medfolio für den betreffenden Patienten ein Anästhesiekonsilium angemeldet werden. Dabei reicht es, wenn bei der Fragestellung steht: ‘Bitte um präoperative Beurteilung gem. Sprechstundenbericht vom XXX’. Das Konsil muss zudem nicht gefaxt werden, sondern es reicht, wenn es elektronisch absendet wird. Die Beurteilung durch die Anästhesie wird dann ebenfalls in diesem Konsil notiert und es wird kein Brief versendet. Eine alleinige Kopie des Sprechstundenberichtes an die Anästhesie mit Bitte um Aufgebot zur Mitbeurteilung reicht nicht.
  2. Bei normalen stationären Eintritten, bei denen es reicht, wenn die Anästhesie den Patienten erst am Vortag der Operation beurteilt, benötigt es weiterhin kein solches Konsilium.

Quelle: Dr. med. Severin Burki (LA Anästhesie LUKS Luzern), Januar 2018

 

image_pdfimage_print
Veröffentlicht in Alles, Präoperative Abklärungen Getagged mit: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Evergreen

Bei alkoholisierten Patienten mit Schädelanprall können nach Ausschluss von Verletzungen im Schädel-CT Kopfschmerzen, Amnesie und vegetative Symptome in der Regel als Folge des Alkoholkonsums interpretiert werden. In diesen Fällen soll nicht Commotio als Hauptdiagnose dokumentiert werden, sondern: Schädelkontusion nach Sturz unter Alkoholeinfluss - Blutalkoholspiegel xxx o/oo Begründung: - Nach Ausschluss von Traumafolgen im CCT erfolgt die Aufnahme dieser Patienten in der Regel primär aufgrund der Selbst- und evtl. Fremdgefährdung im Rahmen des akuten Alkoholkonsums, und nicht zur neurologischen Überwachung - Diese Art der Dokumentation erlaubt eine DRG konformere Fallabrechnung. - Da DRG Abrechnungsdaten auch zur Erstellung von Diagnose- und Behandlungsstatistiken herangezogen werden, muss uns an einer medizinisch korrekten Erfassung dieser Fälle gelegen sein. Die Pflege ist im Übrigen angehalten darauf zu achten, dass zum Schutz der Patienten vor Regressforderungen der Versicherung privat oder halbprivat versicherte Patienten mit o.g. Diagnose nicht auf die Privatabteilung aufgenommen werden.
Klinik für Orthopädie & Unfallchirurgie