Überwachung bei leichtem Schädelhirntrauma

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Indikation:

Alle Patienten/Patientinnen mit leichtem Schädel-Hirn Trauma (Glasgow Coma Scale 15 – 13) werden für 24 Stunden hospitalisiert und überwacht.

Durchführung der Tätigkeit:

Überwachungsintervall
  • 6 Stunden ½ stündlich
  • 12 Stunden 1 stündlich
  • 6 Stunden 2 stündlich
Überwachung
  • Glasgow Coma Scale (Dokumentation auf Spezialüberwachungsblatt)
    • E (Eyes – Augen öffnen)
    • M (Motor – Motorische Reaktion)
    • V (Verbal response – Sprache und Orientierung)
      • Bei Abfall von 2 Punkten dringende Information des Arztes
  • Vitalzeichen
  • Blutdruck, Puls,
  • Pupillenreaktion und -grösse
  • Schmerzscala (visual analog score 0 – 10)
Mobilität
  • für die gesamte Überwachungszeit besteht gelockerte Bettruhe (z. B. aufstehen für die Toilette)
Ernährung
  • Nach 12 Std. Überwachung darf der Patient/die Patientin trinken.
Thrombosenprophylaxe
  • Für die gesamte Überwachungszeit erhält der Patient/die Patientin KEINE medikamentöse Thromboseprophylaxe, also KEIN Fragmin.

Diese Kontrollrichtlinien sind NICHT von der erfolgten Bildgebung (Schädel CT) abhängig.

Abweichungen von dieser Richtlinien sind auf schriftliche ärztliche Verordnung möglich

 

Autor: PD Dr. med Karl F. Kothbauer, Klinikleiter und Chefarzt Neurochirurgie

Version: 05/2017

Veröffentlicht in Alles

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Informationen bei Schockraumpatienten mit schwerem Schädelhirntrauma · Bei jedem Patienten mit entsprechend schweren ZNS-Verletzungen/Blutungen muss an eine mögliche Organspende gedacht werden · Der Patient wird für die weitere Betreuung auf die Intensivstation verlegt · Eine Orientierung der Angehörigen mit Diagnose und Prognose (ohne das Thema Organspende) erfolgt durch die zuständigen Ärzte des Schockraums · Das Angehörigengespräch betreffend Organspende ist ausschliesslich Sache des diensthabenden Kaderarztes des Zentrum für Intensivmedizin (ZIM)

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